Was ist UUID v6?
Eine UUID v6 nutzt denselben 60 Bit langen Zeitstempel wie v1, legt ihn aber in die hohen Bits (Big-Endian), sodass die lexikografische Reihenfolge der Zeichenketten der chronologischen entspricht.
Damit taugt sie als Primärschlüssel: Neue Zeilen landen am Ende des Index statt über den ganzen Baum verteilt, ohne dass man auf die übrigen Zufallsbits verzichten muss.
Anleitung
- Gib an, wie viele Kennungen du brauchst.
- Klicke auf Generieren.
- Prüfe, dass die Liste aufsteigend sortiert ist — genau das leistet der Zeitstempel.
Anwendungsfälle
- Primärschlüssel in relationalen Datenbanken.
- Audit- und Ereignisprotokolle, die nach Datum abgefragt werden.
- Systeme, die von v1 kommen und diese Struktur beibehalten wollen.
UUID-Versionen im Überblick
| Version | Sortierbar | Basiert auf | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| v1 | Nein | Zeitstempel + MAC-Adresse | Altsysteme, die v1 weiterhin erwarten |
| v3 | Nein | MD5-Hash eines Namens | Deterministische Kennungen, wenn MD5 vorgeschrieben ist |
| v4 | Nein | 122 zufällige Bits | Nahezu jede allgemeine Kennung |
| v5 | Nein | SHA-1-Hash eines Namens | Wenn derselbe Name immer dieselbe Kennung ergeben muss |
| v6 | Ja | Zeitstempel, neu geordnet | Sortierbare Kennungen ohne Verzicht auf Zufall |
| v7 | Ja | Unix-Zeit in Millisekunden | Primärschlüssel in Datenbanken und Ereignis-IDs |
| v8 | Nein | Eigenes Bit-Layout | Herstellerspezifische oder experimentelle Formate |
Alle sieben Versionen sind 128 Bit lang und werden im selben Muster 8-4-4-4-12 geschrieben. Nur die Bedeutung der Bits ändert sich.
Häufige Fragen
Worin unterscheidet sich v6 von v1?
Nur in der Anordnung der Zeitstempelbits. v1 teilt die Zeit in zwei Blöcke, v6 stellt sie vollständig nach vorn — deshalb lässt sich v6 als Text sauber sortieren.
v6 oder v7?
v7 verwendet Unix-Zeit in Millisekunden und ist die Empfehlung von RFC 9562 für neue Projekte. v6 existiert vor allem, um Kompatibilität mit v1 zu wahren.
Bleibt v6 innerhalb derselben Millisekunde eindeutig?
Ja: Die Uhr wird monoton hochgezählt und der Rest der Kennung ist zufällig, sodass zwei Werte aus demselben Augenblick nicht kollidieren.